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Kaltschaum oder Federkern?

Sowohl Federkernmatratzen als auch Kaltschaummatratzen gehören zu den Klassikern in deutschen Schlafzimmern. Beide Matratzenarten erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit – zurecht. Aber wie unterscheiden sie sich? Welches Material ist besser für mich geeignet? Bei welcher Schlafposition ist welches Material besser geeignet? Welche Matratze sollte ich bei Rückenproblemen wählen? Wir betrachten die wichtigsten Eigenschaften von Kaltschaum- und Federkern-Matratzen und geben Ihnen Antworten.

Die Federkern-Matratze

Die Federkernmatratze – Material und Schlafklima

Der Kern der Federkernmatratze besteht – wie der Name andeutet – aus engmaschigen Stahlfedern. Dabei unterscheidet man die Federkernmatratze noch einmal in drei Arten eingeteilt:


  1. Bonellfederkernmatratzen 
  2. Taschenfederkernmatratzen 
  3. Tonnentaschenfederkernmatratzen 
Das Matratzeninnere variiert bei den unterschiedlichen Arten. Jede Federkernmatratze ist, unabhängig von ihrer Federart, eine stabile Schlafunterlage. 

Federkernmatratzen passen sich großflächig dem Körper an. Der Liegekomfort ist insgesamt eher fest. Daher ist die Federkernmatratze für Babys und Kinder eher ungeeignet, sondern eignen sich eher für Personen mit einem hohen Körpergewicht. Die stabile Schlafunterlage verspricht bequemen, erholsamen Schlaf. 

Matratzen aus Federkern weisen zudem eine sehr gute Belüftungseigenschaft auf. Besteht die Matratze aus einem Federkern, kann die Luft gut zirkulieren und Feuchtigkeit optimal abtransportiert werden. Durch die Hohlräume weist die Federkernmatratze eine besonders gute Atmungsaktivität auf. So ergibt sich insgesamt ein gutes, kühlendes Schlafklima, weshalb die Federkernmatratze vor allem für Menschen geeignet ist, die nachts zu extremen Schwitzen neigen. Der Nachtschweiß wird optimal abtransportiert, sodass Sie mit der Federkernmatratze stets einen hygienischen Schlaf genießen können. Übrigens: Bei Federkernmatratze bleibt eine Schimmelbildung aufgrund ihrer Eigenschaften aus.

Schlafposition bei Federkernmatratzen

Federkernmatratzen sind für Rückenschläfer geeignet. Auch Bauchschläfern empfehlen unsere Schlafberater eine Matratze mit Federkern. Grundsätzlich gilt für Bauchschläfer jedoch: Auf dem Bauch zu schlafen ist nicht ergonomisch und sollte möglichst vermieden werden.

Preise von Federkern-Matratzen

Federkern-Matratzen glänzen durch ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dadurch, dass Matratzen mit einem Federkern bereits eine stabile Schlafunterlage bilden, können Sie mit einem einfachen Lattenrost mit wenig Leisten kombiniert werden – ohne dass Sie Nachteile im Komfort einbüßen müssen. Das spart zusätzliche Kosten. 


Das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt sich auch aus der langen Lebensdauer von Federkernmatratzen. Sie sind belastbar und formstabil und daher sehr langlebig.

Mögliche Nachteile von Federkernmatratzen

Die Federkernmatratze punktet in vielerlei Hinsicht. Über folgende, mögliche Nachteile der Federkernmatratze sollten Sie sich beim Kauf Ihrer neuen Matratze jedoch bewusst sein: 

  • Die Federkernmatratze weist ein hohes Eigengewicht auf, das den Transport erschweren kann. 
  • Matratzen mit einem Federkern sind nicht einem elektrisch verstellbaren Lattenrost kombinierbar. Durch das Verstellen könnten die Feder beschädigt werden. 
  • Die Federkernmatratze ist weniger gut für Allergiker geeignet, als die Kaltschaummatratze. Bei extremen nächtlichen Beschwerden ist die Kaltschaummatratze also die bessere Wahl.

Fazit zur Federkernmatratze

Die Federkernmatratze glänzt nicht nur durch das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie ist aufgrund des kühlenden Schlafklimas vor allem für Menschen geeignet, die im Schlaf zu starkem Schwitzen neigen. Auch Personen mit einem höheren Körpergewicht verspricht die Federkernmatratze besten Schlafkomfort im eigenen Bett. Wer ein festes Liegegefühl im Schlaf bevorzugt, trifft mit der Federkernmatratze eine wunderbare Wahl.

Die Kaltschaum-Matratze

Die Kaltschaummatratze – Material und Schlafklima

Kaltschaummatratzen bestehen aus einem Schaum, der bei Temperaturen unter 100°Caushärtet. Anders als bei anderen Schaummatratzen (zum Beispiel Komfortschaum) wird der Schaum der Komfortschaummatratze nicht im Nachgang durch hohe Temperaturen behandelt. Nachdem die Matratze ausgehärtet ist, sind die Poren zunächst geschlossen. Damit die Poren sich öffnen, wird die ausgehärtete Kaltschaummatratze während des Herstellungsprozess gewalzt („gecrusht“).


Kaltschaummatratzen arbeiten meist mit verschiedenen Liegezonen, die die unterschiedlichen Körperregionen ausreichend stützen. Dadurch weisen Kaltschaummatratzen eine sehr gute Punktelastizität auf. Die optimale Anpassung an den Körper ist vor allem für Menschen mit Rückenproblemen wichtig. Nur so wird die Wirbelsäule ausreichend entlastet und Verspannungen sowie Druckstellen wird vorgebeugt. Das Liegegefühl bei der Matratze aus Kaltschaum ist eher weich. 

Der Kaltschaum speichert Wärme, weshalb sich Kaltschaummatratzen sehr gut für Menschen eignen, die nachts zum Frieren neigen. Mit Kaltschaummatratzen kann außerdem ein Schlafklima geschaffen werden, das der Besiedlung von Milben entgegenwirkt. Daher ist insbesondere die Kaltschaummatratze für Allergiker geeignet.

Kaltschaummatratzen sind zudem absolut geräuschlos. Die hohe Federungs- und Rückstellkraft sorgt dafür, dass die Matratze schnell zurück in Ihre Ausgangsformt kehrt. Aus diesem Grund sind Kaltschaummatratzen auch für Menschen geeignet, die extrem unruhig schlafen. 

Auch mit einer hohen Lebensdauer überzeugt die Kaltschaummatratze. Wir empfehlen jedoch auch bei der Kaltschaummatratze die Matratze nach 8 Jahren auszutauschen.
 

Schlafposition bei Kaltschaummatratzen

Wer auf der Seite schläft, benötigt eine Matratze, die die Schulter zuverlässig stützt. Durch die Liegezonen bzw. durch die Schulterzone kann die Kaltschaummatratze dies gewährleisten. Neben Seitenschläfern kommen auch Rückenschläfer bei der Kaltschaummatratze auf ihre Kosten.

Preise von Kaltschaum-Matratzen

Kaltschaum-Matratzen sind besonders schonend für den kleinen Geldbeutel. Durch die effiziente und kostengünstige Herstellung ist die Kaltschaum-Matratze auch mit einem geringen Budget zu kaufen. Der günstige Preis der Kaltschaummatratze ist auch in dem vergleichsweise kostengünstigen Material begründet.


Mögliche Nachteile von Kaltschaummatratzen

  • Kaltschaummatratzen haben oft zu Beginn einen auffallenden, eher unangenehmen Geruch. Nachdem die Matratze mehrere Tage ausgelüftet wurde, verfliegt der produktionsbedingte Geruch jedoch. 
  • Im Vergleich zur Federkernmatratze weist die Kaltschaummatratze eine schlechtere Eigenbelüftung auf. Für die Belüftung der Kaltschaummatratze ist die Kombination mit einem geeigneten Lattenrost entscheidend. Nur so kann die Luft in der Matratze ausreichend zirkulieren. 
  • Kaltschaummatratzen sind nicht für Lattenroste geeignet, bei denen die einzelnen Latten mehr als 5cm auseinander liegen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Schaum durchdrückt. Betten mit einem Bettkasten sollten ebenfalls nicht mit Kaltschaummatratzen kombiniert werden.

Fazit zur Kaltschaummatratzen

Die Kaltschaummatratze ist eine sehr punktelastische Matratzenvariante. Sie sind günstig und insbesondere für Personen, die nachts frieren und unter allergischen Beschwerden leiden, geeignet. Auch Menschen, die nachts extrem unruhig schlafen, treffen mit einer Kaltschaummatratze eine sehr gute Wahl.

Kaltschaum vs. Federkern auf einen Blick

 
Federkern
Kaltschaum
Material
Engmaschige Stahlfedern
Schaum, der bei unter 100°C aushärtet und anschließend gecrusht wird
Liegekomfort
Passt sich großflächig dem Körper an. Das Liegegefühl ist eher fest.
Ist mit unterschiedlichen Liegezonen ausgestattet. Das Liegegefühl ist eher weich.
Preis
Teurer als die Kaltschaummatratze, allerdings mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Günstiger als die Federkernmatratze.
Punktelastizität
Hochwertige Federkernmatratzen können mit der Punktelastizität von Kaltschaummatratzen mithalten.
Ist sehr punktelastisch. Die Matratze gibt daher an den Stellen nach, an denen es nötig ist.
Schlafklima
Wirkt kühlend, Feuchtigkeit wird optimal abtransportiert
Speichert Wärme, Feuchtigkeit kann weniger gut entweichen
Langlebigkeit
Besonders formstabil und robust. Daher punktet die Federkernmatratze hinsichtlich ihrer Langlebigkeit.
Nicht so langlebig wie die Federkernmatratze, aber ebenfalls eine hohe Lebensdauer.
Geeignet für
Menschen mit höherem Körpergewicht, weil die Matratze weniger stark einsinkt und eine gute Punktelastizität aufweist. Auch für Menschen, die nachts stark schwitzen, ist Federkern die bessere Wahl. Die Federkern-Matratze wirkt kühlend.
Insbesondere für Allergiker, aber auch für alle, die nachts dazu neigen zu Frieren. Auch für Menschen, die unruhig schlafen. Die Kaltschaum-Matratze ist absolut geräuschlos.
Ungeeignet für
Babys und Kinder. Auch Personen, die nachts frieren sollten nicht die Federkernmatratze wählen.
Menschen, die nachts schwitzen und Menschen mit einem hohen Körpergewicht. Wer Zuhause ein Bett mit einem Bettkasten hat, sollte ebenfalls nicht zur Kaltschaummatratze greifen.

Unser Expertenrat:Kaltschaum vs. Federnkern

Beide Matratzenarten sind eine ausgezeichnete Wahl, wenn sie zu den individuellen Bedürfnissen passt. Eine pauschale Antwort gibt es auf die Frage „Kaltschaum oder Federkern?“ nicht. Entscheidend ist, dass das Material zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Sie haben ein höheres Körpergewicht und schwitzen nachts stark? Unsere Schlafexperten raten Ihnen eher zum Kauf einer Federkernmatratze. Sie sind Allergiker und haben nachts mit starken Beschwerden zu kämpfen? In diesem Fall ist die Kaltschaummatratze eine bessere Wahl. 


Wer sich weiterhin unsicher ist, kann online unseren Matratzenfinder nutzen oder sich in einem unserer Geschäfte beraten lassen. Wir bieten in unserem Shop eine große Auswahl an Federkernmatratzen und Kaltschaummatratzen an.

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