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Komfortschaum oder Kaltschaum?

Kaltschaum, Komfortschaum, Viscoschaum, Latexschaum – die Auswahl ist groß, den Überblick zu behalten ist schwer. Vor allem Kaltschaum und Komfortschaum zu unterscheiden, fällt oft nicht leicht. Unsere Schlafexperten kennen die Unterschiede und sprechen Ihnen bei der Wahl Ihrer neuen Matratze Tipps und Empfehlungen aus.

Komfortschaummatratzen und Kaltschaummatratzen gehören zur Kategorie Schaummatratzen und sind sich daher im Grunde sehr ähnlich. Allerdings unterscheiden sich Kaltschaum- und Komfortschaummatratzen in ihrer Herstellung, sodass es ein paar Unterschiede gibt.

Gemeinsamkeiten von Komfortschaum und Kaltschaum

Beide Matratzenarten bestehen aus dem Kunststoff Polyurethan (PU- oder PUR-Schaum). Durch das Material sind sie sehr leicht und lassen sich einfach rollen, was den Transport erleichtert. Besteht die Matratze aus Komfortschaum oder Kaltschaum können Sie außerdem einen geräuschlosen Schlaf genießen. Gerade für unruhige Schläfer ist das wichtig. Auch für Ehe- und Doppelbetten sind Kaltschaummatratzen oder Komfortschaummatratzen eine gute Wahl, denn auch hier kann ein erholsamer Schlaf nur gewährleistet werden, wenn das Drehen im Bett geräuschlos passiert. Aufgrund ihrer Leichtigkeit sind Matratzen aus Komfortschaum oder Kaltschaum auch für Gästebetten oder für das Wohnmobil wunderbar geeignet.


Komfortschaum- und Kaltschaummatratzen sind besonders gut für Allergiker geeignet. Im Gegensatz zu Federkernmatratzen bieten Schaummatratzen keinen Nährboden für Milben. Weniger geeignet sind Schaummatratzen hingegen für schwergewichtige Personen. Bei einem hohen Körpergewicht besteht die Gefahr, dass der Schaum Kuhlen bildet. Durch einen fehlenden physikalischen Widerstand kann es passieren, dass der Komfort- oder Kaltschaum dauerhaft durch die Abstände des Lattenrostes gedrückt wird.

Beide Matratzenarten punkten hinsichtlich ihrer Lebensdauer. Komfortschaum und Kaltschaum sind langlebig und formstabil. Alle 8 Jahre empfehlen wir Ihnen dennoch einen Wechsel Ihrer Matratze.

Komfortschaum

Das Herstellungsverfahren von Komfortschaummatratzen

Komfortschaum wird mit Hitze hergestellt. Die sogenannten Polyole von Komfortschaum sind nicht reaktiv, sodass der Schaum nur bei Hitze aushärtet. Um eine Komfortschaummatratze herzustellen wird zunächst das Polyurethan aufgeschäumt. Das Aufschäumen gelingt nur durch den zusätzlichen Einsatz von Treibmitteln wie Kohlendioxid oder CO² oder durch Wasserkontakt. Nach dem Auskühlen können Komfortschaummatratzen direkt weiterverarbeitet werden. 


Bei Komfortschaummatratzen kann die Luft gut zirkulieren. Matratzen aus Komfortschaum sind, besonders im Vergleich zu Matratzen aus Kaltschaum, atmungsaktiv. Wer sich zwischen der Kaltschaum- und Komfortschaummatratze entscheiden möchte, nachts jedoch dazu neigt, zu schwitzen, der sollte sich für die Komfortschaummatratze entscheiden. Bei starkem Nachtschweiß raten unsere Schlafberater Ihnen allerdings zum Kauf einer Matratze mit Federkern. Federkernmatratzen punkten nämlich durch ihre hervorragende Belüftungseigenschaft. 

Insgesamt weisen Komfortschaummatratzen eine geringere Stauchhärte auf. Stauchhärte beschreibt, wie fest der jeweilige Schaumstoff ist. Je höher die Stauchhärte, desto fester der Schaumstoff. Stauchhärte gibt auch an, wie viel Kraft benötigt wird, damit der Schaumstoff wieder zurück in seine ursprüngliche Form kehrt. Je höher die Stauchhärte, desto mehr Kraft wird benötigt, damit der Schaumstoff in seine Ausgangsform zurückkehrt. Komfortschaummatratzen mit einer geringen Stauchhärte sind eher für leichtere Menschen geeignet. Das Liegegefühl bei Komfortschaummatratzen ist weich.

Vorteile von Komfortschaum

Durch das Herstellungsverfahren der Komfortschaummatratze ergeben sich einige Vorteile der Komfortschaummatratze gegenüber der Kaltschaummatratze:

  • Besser geeignet bei Nachtschweiß als die Kaltschaummatratze 
  • Preislich günstiger als Kaltschaummatratzen, weil Kaltschaummatratzen eine noch bessere Anpassung an die verschiedenen Körperzonen bieten.

Fazit zu Komfortschaum

Komfortschaummatratzen sind eher für leichtere Menschen geeignet. Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte eher nicht zur Komfortschaummatratze greifen. Komfortschaum ist in erster Linie für Personen geeignet, die auf der Suche nach einem gutem, bezahlbarem Schlafkomfort sind, dabei allerdings keine speziellen Bedürfnisse haben. Komfortschaummatratzen haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kaltschaum

Das Herstellungsverfahren von Kaltschaummatratzen

Die Kaltschaummatratze wird im Kaltverfahren hergestellt. Zur Herstellung von Kaltschaummatratzen ist eine chemische Redaktion von zwei Stoffen nötig. Nur so kann die gewünschte Konsistenz erreicht werden. Die Polyole von Kaltschaum sind reaktiv, sodass der Schaumstoff an der Luft aushärten kann. Entsprechend ist für die Aushärtung keine Hitze nötig. Allerdings sind die Poren nach dem Aushärten geschlossen, weshalb ausgehärteter Kaltschaum noch gewalzt („gecrusht“) werden muss, damit die Poren aufbrechen können. Das Ergebnis ist eine offenporige Matratze. Durch die Nachbehandlung entsteht fast immer ein Geruch nach Chemikalien, der jedoch nach einem Tag Auslüften verfliegt. 


Im Vergleich zu Komfortschaum weist Kaltschaum eine höhere Materialdichte auf und ist deutlich offenporiger. Kaltschaum ist außerdem für Menschen geeignet, die spezielle Liegebedürfnisse haben. Personen mit Rückenproblemen benötigen eine Matratze, die zusätzlich unterstützt. Kaltschaummatratzen passen sich, besonders im Vergleich zu Komfortschaummatratzen, besser den individuellen Bedürfnissen an. So können die einzelnen Körperzonen optimal unterstützt werden, um einen erholsamen Schlaf zu garantieren. Aufgrund ihrer hohen Stauchhärte ist Kaltschaum sehr elastisch. Das Liegegefühl bei Kaltschaummatratzen ist eher hart.

Vorteile von Kaltschaum

Auch die Kaltschaummatratze hat gegenüber der Komfortschaummatratze einige, nennenswerte Vorteile:

  • Kaltschaummatratzen haben einen hohen Schlafkomfort. 
  • Kaltschaummatratzen sind sehr punktelastisch. 
  • Matratzen aus Kaltschaum kehren aufgrund der hohen Stauchhärte schnell wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. 
  • Kaltschaummatratzen sind geeignet für Menschen mit Rückenproblemen.

Fazit zu Kaltschaum

Kaltschaummatratzen überzeugen durch ihren hohen Schlafkomfort und sind vor allem für Personen mit speziellen Bedürfnissen eine sehr gute Wahl. Die Wirbelsäule wird entlastet, Verspannungen und Rückenproblemen kann vorgebeugt werden.

Unser Expertenrat:Komfortschaum oder Kaltschaum

Komfortschaum und Kaltschaum unterscheiden sich nicht grundsätzlich. Allerdings gibt es durch das Herstellungsverfahren doch einige, kleine Unterschiede, über die Sie sich im Vorfeld informieren sollten. 


Für den Kauf einer Komfortschaum oder Kaltschaummatratze möchten wir Ihnen als Schlafspezialisten außerdem folgende Tipps mit auf den Weg geben: 

  1. Das Raumgewicht von Schaumstoffmatratzen zeigt, wie hochwertig Ihre Matratze ist: Je höher das Raumgewicht, desto hochwertiger ist die Matratze. 
  2. Achten Sie auf die Liegezonen: Je mehr Zonen eine Matratze hat, desto besser passt sie sich ihren Körperzonen an. 
  3. Wählen Sie den passenden Härtegrad Ihrer neuen Matratze aus. 
  4. Kaufen Sie sich zusätzlich einen Bezug. Bezüge spielen auch bei Komfortschaum- und Kaltschaummatratzen eine wesentliche Rolle für das Schlafklima und die Matratzenhygiene.

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